Initiative
Aktuell
Rundgänge
Presse
Geschichte des Bärenhofes
Bilder
Unterschriftensammlung
Aufruf 2002
Links
Impressum




Presse - Überschrift

Presse-Artikel über den Bärenhof - Eine Auswahl -

Hamburger Abendblatt (Norderstedter Ztg.) 24. April 2010
Norderstedter Zeitung 24. April 2010




Hamburger Wochenblatt 20. April 2010
Artikel aus Hamburger Wochenblatt vom 20. April 2010





Hamburger Wochenblatt 4. September 2002
von Heinz Biehl

Mit eigener Homepage: "Rettet den Bärenhof"

Langenhorn (bi). Anfang Juli berichtete das WOCHENBLATT über die Initiative "Rettet den Bärenhof". Bekanntlich ist das Schicksal dieses Langenhorner Kleinods noch ungewiss. In diversen Langenhorner Geschäften liegen Unterschriftlisten aus, die sich gegen einem möglichen Abriss und um Unterstützung bei der Bevölkerung wenden. Nun haben die beiden Langenhorner Initiatoren Frank Lünzmann und René Senenko eine eigene Homepage ins Netz gestellt: www.Baerentatze.info. Hier wird nicht nur etwas zur Geschichte des Gebäudes und seinem früheren Besitzer mitgeteilt, sondern es können auch Bilder vom Innenhof betrachtet und eine Unterschriftenliste heruntergeladen werden. Woher der Bärenhof seinen Namen erhielt ist noch ungewiss. Sicher ist nur, dass der Hausmakler Emil Römling das Anwesen um 1880 erwarb und einige Jahre später grundlegend renovierte. Römling hielt auch einen gezähmten Bären in einem Zwinger. Der vermutlich vom Vorbesitzer stammte und diesem als Attraktion in seiner Schankwirtschaft diente. Als der Bär eines Tages einen erfolgreichen Ausbruchsversuch unternahm, die Langenhorner Feldmark erkundete und einem Bauern erhebliche Biss- und Kratzwunden beibrachte, wurde jedenfalls Römling das Halten strengstens untersagt. Der Bär, so die Legende, soll fortan sein Dasein bei Hagenbeck gefristet haben.




Hamburger Abendblatt 30. Juli 2002
von Hanna Kastendieck

Abriss für Autohaus?

Langenhorn - Eine Bürgerinitiative will das "Märchenschloss" erhalten. Das Gebäude soll einem Neubaukomplex weichen. Es ist eines der kuriosesten Bauwerke in Langenhorn: der Bärenhof - ein "Märchenschloss" mit Burgverlies, Hexenturm und Bärenzwinger. Der Hamburger Makler Emil Römling entwarf das außergewöhnliche Anwesen an der Langenhorner Chaussee Ende des 19. Jahrhunderts. Jetzt soll das alte Gebäudeensemble abgerissen werden. Auf dem Gelände rund um den U-Bahnhof Ochsenzoll wird gebaut. Eigentümer des ehemaligen Güterbahnhofsgrundstückes am Ochsenzoll und des so genannten "Jenisch-Geländes" mit dem Bärenhof ist das Hamburger Autohaus Wichert. Das Unternehmen will auf dem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Langenhorner Chaussee, U-Bahn, Stockflethweg und Jägerflag neue Gebäude errichten. Nach Angaben der Baubehörde im Bezirk Nord sollen hier ein Einkaufszentrum, ein Hotel sowie eine Park-and-ride-Anlage entsehen. Anwohner und Politiker wehren sich gegen die Pläne. Sie wollen ihren Bärenhof behalten. "Der Bärenhof ist ein Stück Heimat für die Bürger", sagt Frank Lünzmann (65). "Mehr als nur ein Gebäude von historischem Wert". Um einen Abriss zu verhindern, sammelt der Rentner aus Langenhorn Unterschriften im Stadtteil. Überall in den Geschäften liegen Listen aus. Gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt der Willi-Bredel-Gesellschaft soll eine Bürgerinitiative gegründet werden. Auch die Politiker im Ortsausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel setzten sich für den Erhalt des Bärenhofes ein. Das Gebäudeensemble ist "auf jeden Fall schützenswert", sagt Clemens Nieting, Fraktionsvorsitzender der CDU im Ortsausschuss. "Die Häuser stehen für ein Stück Stadtteilgeschichte. Die Bürger identifizieren sich damit. Sie abzureißen wäre eine Sünde." So denken die Bürger, so denken die Politiker. Und auch Ortsamtsleiter Günther Schwarz würde den Erhalt der historischen Anlage begrüßen. "Ich appelliere an die Investoren, sich eine bauliche Lösung einfallen zu lassen, die den Bärenhof integriert", sagt Schwarz. "Mehr kann ich nicht tun." Rechtlich gebe es keine Handhabe, denn der Bärenhof stehe nicht unter Denkmalschutz. "Zu wenig Originalsubstanz", urteilte das Denkmalschutzamt. "Und damit nicht als Baudenkmal zu bewerten." Bernd Kußmaul, Geschäftsführer vom Autohaus Wichert, kann den Unmut der Bürger verstehen, will aber an den Abrissplänen festhalten. "Das Gebäude ist alt und völlig kaputt, ein Abriss unvermeidbar", sagt der Investor. Möglicherweise könnten einzelne Elemente des Bärenhofes jedoch in einen Neubau integriert werden. Wie das gehen soll, wisse er allerdings noch nicht. In einem Brief wandte sich Anwohnerin Christine Mielsch an das Autohaus. Ihr Vorschlag: "Die Räume im Bärenhof könnten für die Unternehmensverwaltung oder als Kantine genutzt werden." Frank Lünzmann hat noch eine andere Idee. Der Bärenhof solle mit einer von Säulen getragenen Decke überbaut werden und künftig als ein Verkaufsraum mit besonderem Flair dienen. "Auf diese Weise kann das Autohaus 'unser Wahrzeichen' nutzen. Das ist besser, als etwas Gewachsenes und Geliebtes zu zerstören."

Der Beitrag enthält drei Fotos von Ingo Röhrbein: Der Bärenhof im Jahr 1910; der Bärenhof heute; Porträtaufnahme Frank Lünzmann.




Langenhorner Wochenblatt 3. Juli 2002
von Heinz Biehl

Bürgerinitiative in Sicht - Rettet den Bärenhof

Bürgerinitiative in Sicht: Rettet den Bärenhof Langenhorn (bi). Unter Federführung der Langenhorner Frank Lünzmann und René Senenko werden alle Bürgerinnen und Bürger von Langenhorn, Norderstedt und Fuhlsbüttel aufgerufen, sich an eine Unterschriftenaktion zur Rettung des Langenhorner Bärenhofes (Nähe U-Bahn Ochsenzoll) zu beteiligen. Wem es nicht ganz gleichgültig ist, heißt es in dem Aufruf, daß der 1890 gebaute Bärenhof in Langenhorn kurzsichtigen Investitionsinteressen zum Opfer fällt, wird gebeten Unterschrift zu leisten - oder zu sammeln. Unterschriftenlisten liegen in Langenhorn in der Gaststätte "Heimbuche", Langenhorner Chaussee 471, im Imbiss vis á vis der Haupteinfahrt des Klinikums Nord (Langenhorner Chaussee) und am Langenhorner Markt im Glas- und Porzellangeschäft der Firma Focke aus. In Fuhlsbüttel in der Bücherstube Carl Rubow, Hummelsbütteler Landstr. 8 und bei der Geschichtswerkstatt der Willi-Bredel-Gesellschaft, Im Grünen Grunde 1 (dienstags 15-18 Uhr). Für die Initiatoren gilt: "Unabhängig von den geltenden Denkmalschutz-Kriterien gilt für uns: Der Bärenhof muss bleiben!" Sie regen in diesem Sinne die Gründung einer Bürgerinitiative an. Interessierte Bürger sollten sich an Frank Lünzmann unter Telefon 531 9927, René Senenko unter 527 64 52 oder auch an die Geschichtswerkstatt unter 591 107, Fax: 591 358 wenden. Die Initiatoren suchen außerdem noch ältere Fotos von der Nordwand des Objektes (Stockflethweg Nr. 4), an dem sich heute noch die Tafel mit dem Spruch "Wer sich kratzen will mit dem Bär'n ...." befindet.

Der Beitrag enthält ein Foto von H. Biehl mit dem Untertitel: Der Innenhof des 1890 gebauten Bärenhofes in Langenhorn - dem Abriß preisgegeben?



(c) july 2002 by Willi-Bredel-Gesellschaft/Geschichtswerkstatt Hamburg,
designed by Petra Stoll, ViSdP. René Senenko